Ob die Plätzchen zur Weihnachtszeit, der Geburtstagskuchen oder doch das Pausenbrot: Wer selbst bäckt, kann nicht nur Geld sparen, sondern auch individuelle Kreationen schaffen. Allerdings gelingen die Leckereien nicht immer genau so, wie Sie sich das eigentlich vorgestellt haben. Kein Problem, wir haben die wichtigsten Backtipps aus unserer Bäckerei zusammengetragen. Lesen Sie hier, wie schon kleine Kniffe Ihre Gebäcke verfeinern können!

Die wichtigsten Backtipps vor dem Backen

Schon bevor Sie den Kuchen oder das Brot, die Muffins oder die Pizza in den Ofen schieben, beginnt das eigentliche Backen. Denn Sie müssen Zutaten vorbereiten, den Teig anmischen und die richtige Form auswählen. Was alles vielleicht erst einmal nach fast schon banalen Aufgaben klingt, braucht eine geübte Hand. Mit unseren cleveren Backtipps zaubern Sie aber bestimmt die himmlischsten Leckereien!

Das Rezept: Mengenangaben beachten & umrechnen

Der wichtigste Backtipp überhaupt zuerst: Probieren Sie ein Rezept zum ersten Mal aus, sollten Sie ihm fast schon penibel genau folgen. Am besten lesen Sie es einmal komplett durch, damit Sie vorher schon wissen, was Sie erwartet. Zudem sollten Sie die Zutaten genau so nutzen, wie sie angegeben sind. Ersatzprodukte oder Individualisierungen (z.B. reduzieren der Zuckermenge) können Sie beim nächsten Mal vornehmen.

Damit Sie die Zutaten auch haargenau abwiegen können, ist eine digitale Küchenwaage ein praktischer Helfer. Haben Sie diese gerade nicht parat, können Sie den Messbecher nutzen. Denn viele haben am Rand neben den Literangaben zusätzlich Markierungen für Mehl, Zucker und dergleichen. Alternativ kann auch einen Esslöffel zum Einsatz kommen – das wird bei größeren Mengen nur schnell sehr aufwendig.

Die wichtigsten Backutensilien haben wir hier zusammengetragen!

Außerdem kann es durchaus einmal passieren, dass Sie amerikanischen oder einigen anderen internationalen Rezepten über den Weg laufen. Hier werden nicht selten uns Deutschen eher ungeläufigere Mengenangaben genutzt. Damit Sie diese leicht umrechnen können, gehört zu unseren Backtipps auch eine kleine Grundanleitung:

Menge Umrechnung
1 ounce / Unze (oz) 28 Gramm (g)
1 pound (lbs) 450 Gramm
1 cup Flüssigkeit 240 Milliliter (ml)
1 cup Pulver (Mehl / Puderzucker) 120 Gramm
1 cup Festes (Butter / Mehl / Joghurt) 225 Gramm

Zutaten: Das müssen Sie beim Backen beachten

Nicht nur die Menge der Zutaten sollte genau stimmen. Es gibt auch noch einige andere Backtipps und Kniffe, die Sie bei deren Verwendung immer beachten sollten. Generell gilt zudem, dass die Zutaten – wenn im Rezept keine andere Angabe gemacht wird – immer Raumtemperatur haben sollten. Dann reagieren sie besser miteinander. Zudem sollten Sie Zutaten wie Schokoladenstücke oder frisches Obst immer erst zum Schluss und sehr vorsichtig unter den Teig heben. So bleiben sie ganz und ergeben schlussendlich eine schicke Optik.

Achten Sie außerdem generell darauf, möglichst frische Zutaten zu verwenden. Vieles kann sonst über die Zeit schlecht werden. Wollen Sie sie doch einmal länger aufbewahren? Dann lesen Sie in unserem Beitrag zur Vorratshaltung nach, wie das am besten gelingt! Konkret gibt es bei einigen Lebensmitteln ein paar Backtipps zu beachten. Die wichtigsten haben wir an dieser Stelle einmal in aller Kürze zusammengefasst:

  • Butter: Wenn nicht anders angegeben, immer ungesalzene Butter verwenden.
  • Eier: Gibt es keine andere Information, immer Größe M verwenden.
  • Eiweiß/Eigelb: Soll das Ei getrennt werden, tun Sie das am besten nicht direkt über dem Teig. Stattdessen das Eiweiß in einer kleinen Schüssel oder Tasse auffangen, um Fehler noch korrigieren zu können.
  • Mehl: Sollte immer in den Teig gesiebt werden – erzeugt ein feineres Ergebnis ohne Klumpen (das gilt übrigens auch für z.B. Backpulver, Speisestärke, Kakaopulver und Puderzucker).
  • Salz: Verzichten Sie nicht auf die Prise Salz und geben Sie sie immer zu den trockenen Zutaten, um Klümpchen zu vermeiden. Ihr Geschmack intensiviert zudem die Aromen der anderen Zutaten.
  • Gärmittel (u.a. Hefe, Backpulver u. v. m.): Spätestens nach 6 Monaten verbrauchen, da sie sonst ihre Wirkung verlieren.
  • Schokolade: Wollen Sie Schokolade schmelzen, tun Sie das am besten im Wasserbad. Hier kann nichts anbrennen und das Aroma verfälschen.
  • Gewürze: Verlieren mit der Zeit an Intensität. Brauchen Sie sie darum am besten innerhalb weniger Monate auf.

Backtipps zum Teig: das A und O der Zubereitung

Erst jetzt widmen wir uns der Zubereitung im Eigentlichen. Ganz allgemein gilt, dass Sie auch hier dem Rezept immer genau folgen sollten. Wird von Unterheben gesprochen, nutzen Sie am besten einen großen Löffel oder einen Teigschaber, um die Zutaten sanft von unten in den Teig zu bringen. An der Stelle nicht zu intensiv rühren, da sie sonst die Konsistenz verändern würden. Ist von Falten die Rede, schließen Sie den Teig um die neuen Zutaten und wiederholen Sie den Prozess einige Male.

Einfacher ist es beim Rühren, Mixen oder Vermischen. Hier können Sie wirklich einfach zum Schneebesen, dem Handrührgerät oder der Küchenmaschine greifen. Allerdings sollten Sie auch dabei vorsichtig vorgehen. Sobald die Zutaten klumpenfrei vermengt sind, können Sie aufhören. Übertreiben Sie es, entweicht die Luft komplett aus dem Teig und er wird nicht fluffig beim Backen. Übrigens: Die wichtigsten Tipps zu den verschiedenen Teigarten haben wir noch einmal separat zusammengetragen.

Ist der Teig einmal fertig, wird er meist in eine Backform gefüllt. Diese sollten Sie zunächst gut mit Butter oder Margarine einfetten. Zudem bietet es sich manchmal an, das Fett zusätzlich mit etwas Kakao oder Mehl zu bestäuben, um den Kuchen später besser herauszulösen. Bei Brot und speziellen Süßspeisen können Sie sich zudem gehackte Nüsse oder Müslis nutzen. Oder Sie schlagen sie mit Backpapier aus – mit diesem Backtipp sparen Sie sich später ein aufwendiges Abwaschen. Ist die Form vorbereitet, füllen Sie sie maximal zu zwei Dritteln mit Teig, damit er noch gut aufgehen kann.

Während des Backens: damit die Leckerei gelingt

Endlich! Der Teig ist fertig angerührt, wurde in die Form gefüllt und der schwierigste Teil geschafft – oder? Tatsächlich kann auch im Ofen noch einiges schiefgehen. Darum beziehen sich unsere nächsten Backtipps genau auf diesen Schritt. Beachten Sie diese, sind Sie dem perfekten Gebäck einen Schritt näher gekommen.

Ofen an, Klappe zu, backen lassen

Das Wichtigste bleibt auch während des Backens bestehen: Folgen Sie dem Rezept! Das heißt zum einen, dass Sie bitte nicht von Ober-/Unterhitze auf Umluft umstellen – schon gar nicht bei der gleichen Temperatur. Denn die Grade lassen sich nicht 1:1 übernehmen. Zudem sind die Anleitungen so ausgelegt, dass Ihre Gebäcke nicht anbrennen und gleichmäßig durch werden. Verändern Sie zum anderen auch nichts an der Backzeit. Das schließt mit ein, dass Sie den Teig wirklich erst nach dem Vorheizen in den Ofen stellen.

Generell sollte die Backofentür übrigens so selten wie möglich geöffnet werden. Denn dieser Prozess lässt immer Wärme entfleuchen und sorgt für einen Temperaturwechsel. Das tut den meisten Kuchen und Co. nicht gut. Eine Ausnahme kann sein, dass Sie beobachten, dass der Teig zu dunkel wird. In dem Fall nehmen Sie die Form heraus und decken sie mit etwas Backpapier oder Alufolie ab, bevor Sie den Kuchen oder das Brot zurückstellen. Die Zeit im Ofen verlängert sich nun um die Minuten, die Sie dafür gebraucht haben.

Ein weiterer Backtipp: Wenn Sie dafür sorgen, dass es in der Küche an sich schon etwas wärmer ist, verlängert sich die Zeit im Ofen nicht ganz so gravierend, da die Temperatur weniger absinkt. Ist es hingegen sehr kalt, müssen Sie mit einer größeren Differenz rechnen und diese nach dem Öffnen mit einkalkulieren.

Der essenziellste Backtipp: Wann ist es gar?

Nun halten Sie den Ofen die ganze Zeit geschlossen, doch wie wissen Sie, wann Ihre Leckerei eigentlich fertig ist? Unsere folgenden Backtipps helfen Ihnen, den perfekten Zeitpunkt abhängig vom Gebäck zu bestimmen. Generell lässt sich aber sagen, dass meist der Angabe aus dem Rezept vertraut werden kann. Dennoch können Sie sicherheitshalber etwa aller 10 bis 20 Minuten (abhängig von der Backzeit) noch einmal nachprüfen, um zu verhindern, dass etwas verbrennt.

Bereiten Sie gerade einen Kuchen oder Muffins zu, kann es besonders schwer sein zu erkennen, wann das Innere des Teiges gar ist. Um das festzustellen, hilft die Stäbchenprobe. Stecken Sie einfach ein langes Holzstäbchen oder eine Spaghetti in den Kuchen. Bleibt Teig daran kleben, ist er noch nicht fertig.

Bei Brot und Brötchen ist das etwas anders. Dazu nehmen Sie das Gebäck einmal aus dem Ofen und führen eine Klopfprobe durch. Das bedeutet, dass Sie einmal sachte gegen die Kruste klopfen. Hört es sich hohl an, ist die Speise fertig. Klingt es fester, geben sie ihr noch etwas Zeit.

Nach dem Backen ist vor dem Backen

Die Konsistenz stimmt, es duftet herrlich lecker und am liebsten möchten Sie sich sofort ans Naschen machen? Wir bitten Sie zu warten. Unsere folgenden Backtipps verraten Ihnen genau, warum sich das lohnt. Seien Sie gespannt!

In der Ruhe liegt die Kraft

Zunächst heißt es Geduld haben. Denn Sie sollten Ihre Leckereien nicht direkt aus dem Ofen holen. Stattdessen ist unser Backtipp, dass Sie sie ein wenig ruhen lassen. Der intensive Temperaturunterschied könnte sonst dazu führen, dass der Teig wieder zusammenfällt. Darum einfach ggf. die Ofentür leicht öffnen und das Gebäck noch in der Röhre etwas auskühlen lassen.

Haben Sie Ihre Backware dann einmal aus dem Ofen geholt, sollten Sie sie in den meisten Fällen erst einmal komplett abkühlen lassen. Das heißt keineswegs ab in den Kühlschrank, sondern einfach, dass Sie sie bei Raumtemperatur stehen lassen und zwar noch in der Form. Sind einige Minuten vergangen, können Sie den Kuchen oder das Brot sanft daraus lösen und auf einem Kuchengitter völlig auskühlen lassen.

Das ist vor allem dann wichtig, wenn Sie mit einer Glasur arbeiten wollen. Denn diese würde sonst schlichtweg wegschmelzen. Apropos Dekorieren: Auch dazu haben wir einige Backtipps. Zum einen können Sie das ganz leicht mit einer Schablone und etwas Puderzucker bewältigen. Etwas detaillierter wird es hingegen mit einer Buttercreme in der Spritztülle. Haben Sie diese gerade verlegt, nutzen Sie einfach einen Gefrierbeutel und schneiden eine Ecke ab. So gelingen herrliche Muster!

Jetzt geht’s los: Backtipps zum Naschen

Endlich ist es so weit: Der Kuchen darf angeschnitten werden. Dazu erwärmen Sie Ihr Messer am besten leicht in warmem Wasser. Damit wird der Schnitt deutlich sauberer und die einzelnen Stücken lassen sich in der Regel besser herausheben. Alternativ können Sie zum Beispiel auch einen Nylonfaden oder eine geschmacklose Zahnseide zum Teilen nutzen.

Und übrigens: Wollen Sie den Kuchen mitnehmen? Dann ist es besonders wichtig, dass er vorher auskühlt. Denn sonst beginnt die Feuchtigkeit zu kondensieren und sich an der Form abzusetzen. Im ungünstigsten Fall tropft diese dann wieder auf den Kuchen und sorgt für unschöne Flecken. Beachten Sie aber unsere zahlreichen Backtipps, werden Sie Ihre Liebsten auf jeden Fall mit einer himmlischen Köstlichkeit überraschen!

Weiterführende Links:
www.makeitsweet.de/wiegen-ohne-waage/
www.makeitsweet.de/umrechnung-von-backzutaten/
www.back-ratgeber.de/die-besten-backtipps/
www.koch-mit.de/…/5-backtipps/
www.newcakesontheblock.com/backtipps
www.makeitsweet.de/tipps-backen/