Geht es um Butterstreuselkuchen, hat wahrscheinlich jeder eine ganz bestimmte Vorstellung, wie dieser schmecken soll und welche Zutaten dafür benutzt werden. Egal ob klassisch, gefüllt, mit Obst oder ohne: Wir geben Ihnen in diesem Beitrag eine Übersicht, wie Sie die leckeren Streusel herstellen und welche Varianten Sie mit diesem beliebten Gebäck alles backen können. Lesen Sie jetzt weiter!

So wurde der Butterstreuselkuchen erfunden

Wie so manches Gebäck kann auch der Butterstreuselkuchen auf eine lange Geschichte zurückblicken. Dabei ist die Herkunft jedoch nicht vollständig geklärt. Worin sich die Historiker aber einig sind, ist, dass vor allem in Sachsen und Schlesien diese Leckerei genossen wurde. Und das lange bevor sie ihren Siegeszug in ganz Deutschland begonnen hat.

Auch wenn es keine schriftlichen Belege gibt, ist klar, dass in Schlesien und umliegenden Gebieten ab dem 19. Jahrhundert dieser Kuchen meist im privaten Rahmen und für die Kirmes gebacken wurde. Es kursiert jedoch ebenso die Theorie, dass in Obersachsen bereits ab 1584 in dieser Region das Gebäck wortwörtlich in aller Munde war.

Ab dem 20. Jahrhundert hatte der Kuchen es sogar bis ins Rheinland geschafft. Dort wurde er jedoch nicht im familiären Rahmen oder bei Festen gegessen, sondern vor allem zu Beerdigungen mitgenommen. Deshalb ist er in diesem Teil Deutschlands auch als “Beerdigungskuchen” bekannt. Trotz des nun eher makaberen Namens sind wir der Meinung, dass er zu jeder Gelegenheit angeboten werden kann. Damit Sie also genau wissen, was auf Sie beim Backen zukommt, haben wir nun für Sie die wichtigsten Infos zusammengefasst.

So gelingen die perfekten Streusel

Vielleicht kennen Sie ja das Problem: Die Streusel werden zu hart, sind nicht knusprig oder sogar zu weich. Da sie der wichtigste Bestandteil eines Butterstreuselkuchens sind, ist das natürlich nicht ideal. Deshalb haben wir hier einige Hinweise für Sie zusammengestellt, damit das Topping beim nächsten Mal auch wirklich gelingt. Doch zunächst zum Rezept:

Sie benötigen für eine Springform ca.:

  • 200 g Mehl
  • 100 g Zucker
  • 100 g kalte Butter

Die Anleitung ist dabei so einfach, wie es nur geht: Alle Zutaten zusammen in eine Schüssel und dann am besten mit einem Knethaken so lange verrühren, bis Streusel entstehen. Sie können natürlich auch die Hand nehmen, aber passen Sie auf: Je länger Sie daran arbeiten, desto weicher wird die Butter und es werden keine großen, sondern eher feine Krümel. Damit anschließend beim Backen alles in Form bleibt, stellen Sie sie einfach noch für eine Weile in den Kühlschrank.

Die Streusel sollen im Ofen schön braun werden? Achten Sie dafür am besten immer auf das richtige Mischverhältnis von Zucker und Butter. Das ist auch wichtig, damit das Ganze nicht verläuft, wenn zu viel Fett genommen wurde. Halten Sie sich deshalb unbedingt an das Rezept. Ein weiterer Tipp: Alles bei Ober- und Unterhitze backen, da Heiß- bzw. Umluft das Topping schneller austrocknet.

Die Varianten des Butterstreuselkuchens

Nachdem Sie jetzt wissen, wie Sie die Streusel für den Butterstreuselkuchen herstellen, geht es nun an die einzelnen Rezepte. Wir möchten Ihnen schließlich nicht vorenthalten, was alles möglich ist. Doch fangen wir erst einmal mit dem Klassiker an.

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Der traditionelle Butterstreuselkuchen

Meistens als Blechkuchen, manchmal aber auch in der Springform: So begegnet Ihnen der Butterstreuselkuchen in der Regel. Dabei kann das Rezept nicht einfacher sein. Sie möchten sich vorher noch einmal über verschiedene Grundformen informieren? Wir haben alles in unserem Blogbeitrag über Teigarten zusammengefasst. Doch nun zur konkreten Anleitung.

Sie benötigen für ein Backblech:

Teig

  • 150 g Zucker
  • 250 g weiche Butter
  • 250 g Mehl
  • 5 Eier
  • 2 TL Backpulver

Für die Streusel

  • 200 g Butter
  • 200 g Zucker
  • 400 g Mehl

So geht’s:

  1. Heizen Sie Ihren Ofen auf 180 Grad vor.
  2. Schlagen Sie für den Teig die Butter und den Zucker zusammen auf.
  3. Geben Sie nun nach und nach die Butter hinzu, bis alles zu einer hellweißen und luftigen Masse wird.
  4. Mischen Sie das Backpulver und Mehl in einer separaten Schüssel.
  5. Heben Sie die trockenen Zutaten unter die feuchten und rühren Sie nur so lange, bis keine Mehlklumpen mehr zu sehen sind.
  6. Verstreichen Sie den Teig auf einem Backblech.
  7. Verkneten Sie die Zutaten für die Streusel und formen Sie diese zu großen Exemplaren.
  8. Jetzt nur noch auf dem Teig verteilen und für 20 Minuten im Ofen backen.
Blechkuchen mit Streuseln

Foto: © falco, Lizenz: Creative Commons CC0 1.0, Quelle: pixabay.com

Butterstreuselkuchen mit Pudding

Wenn Sie Deutsche, die im Osten und Nordosten Deutschlands aufgewachsen sind, nach einem Butterstreuselkuchen fragen, werden diese meist an die Variante mit Pudding denken. Hier versinken die Streusel förmlich und die Mischung aus knusprigen Mürbeteig, weicher Puddingcreme und dem buttrigen Topping ist bei vielen ein kulinarischer Hit. Wir zeigen Ihnen, wie diese Option funktioniert.

Diese Zutaten sollten Sie da haben:

Für den Mürbeteig

  • 250 g Mehl
  • 120 g weiche Butter
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 70 g Zucker
  • 1 Prise Salz

Für den Pudding

  • 2 Packungen Vanillepuddingpulver
  • 1 l Milch
  • 8 EL Zucker

Für die Streusel

  • 150 g Butter
  • 100 g Zucker
  • 200 g Mehl

Die Anleitung:

  1. Für den Teig verkneten Sie alle Zutaten gründlich, formen eine Kugel und legen sie abgedeckt für mindestens 30 Minuten in den Kühlschrank.
  2. Bereiten Sie den Pudding laut Packungsanleitung zu.
  3. Verrühren Sie Butter, Zucker und Mehl so, dass Streusel entstehen.
  4. Nun nur noch den Teig ausrollen und in die Form drücken.
  5. Jetzt die Puddingmasse darauf verteilen und die Streusel darüber geben.
  6. Alles bei 180 Grad für ungefähr 40 Minuten backen.

Lassen Sie das Gebäck anschließend auskühlen und schneiden es dann erst an. Zum Schluss können Sie noch etwas Puderzucker als Verzierung darüber streuen.

Butterstreuselkuchen mit Obst

Zu guter Letzt möchten wir Ihnen noch die fruchtigen Optionen vorstellen. Denn schließlich gibt es eine Menge an Obstkuchen. Beliebt als Sorte sind hier zum Beispiel Pflaumen, Äpfel, Kirschen oder Beeren. Das verleiht dem Ganzen noch eine süßliche, saure Note, die gerade im Sommer oder Herbst für wässrige Münder an der Kaffeetafel sorgt.

Wir nehmen hier stellvertretend eine Variante für einen Butterstreuselkuchen mit Kirschen. Das Obst können Sie natürlich auch austauschen oder vielleicht verschiedene Sorten miteinander kombinieren. Probieren Sie sich einfach aus und kreieren Sie Ihr ganz eigenes Rezept.

Unseres ähnelt tatsächlich den anderen schon genannten. So ist der Mürbeteig der gleiche, wie im obigen Rezept. Und der Schritt mit dem Pudding bleibt derselbe. Wenn Sie möchten, können Sie statt eines Liters Milch hier auch nur 500 ml nehmen und für die restlichen 500 ml Kirschsaft verwenden. So entsteht eine schöne rote Färbung. Nun nur noch zirka 750 g entsteinte und halbierte Kirschen unterheben, alles auf den ausgerollten Teig und den Pudding geben und die Streusel, die ebenfalls wie oben beschrieben entstehen, darüber verteilen. Lassen Sie die gefüllte Backform bei 180 Grad für 40 bis 45 Minuten im Ofen und voilà, Ihr Kuchen ist fertig. Guten Appetit!

Weiterführende Links:
www.de.wikipedia.org/…/Streuselkuchen
www.kochmaedchen.de/streuselkuchen-ohne-hefe/
www.berliner-kurier.de/…/geniales-ddr-rezept-streuselkuchen-mit-pudding-dieser-einfache-blechkuchen-versuesst-ihnen-das-wochenende-li.221741
www.einfachbacken.de/…/streusel-grundrezept-unsere-besten-tipps-tricks
www.habe-ich-selbstgemacht.de/kirschkuchen-mit-streusel-rezept/