Zu großen Festen, Familienfeiern oder auch zum Einstand bei den neuen Kollegen: Kuchen vom Blech ist immer gern gesehen. Dabei ist das Backen meist schnell erledigt und in der Regel können gleich eine größere Menge Leute diese Leckerei genießen. Suchen Sie noch nach Inspirationen oder sind ganz und gar neu auf dem Gebiet? Kein Problem. Wir haben Ihnen die wichtigsten Fakten und ein köstliches Rezept zusammengestellt. Lesen Sie jetzt weiter!

Was ist eigentlich Kuchen vom Blech?

Der Name „Blechkuchen“ verrät natürlich schon einiges. Es handelt sich hier um ein flaches Gebäck, das auf einem Backblech in den Ofen geschoben wird. Dabei variieren die Geschmacksrichtungen von süß bis zu herzhaft. Wir konzentrieren uns in diesem Beitrag auf Ersteres.

Blechkuchen mit Streuseln

Foto: © falco, Lizenz: Creative Commons CC0 1.0, Quelle: pixabay.com

Doch warum kam man darauf, so eine große Speise herzustellen? Wie so oft hatte das einen wirtschaftlichen Vorteil. Denn die Bäcker konnten somit die gesamte Fläche Ihrer Backröhre ausnutzen. In der Regel erreicht man damit eine Größe von 380–390 mal 580 mm. Das sind die standardisierten Maße, die sogar in einer DIN-Norm festgehalten wurden. Dadurch lohnt sich so ein Kuchen vom Blech vor allem, wenn viele Menschen auf einmal glücklich gemacht werden sollen.

Welches Blech eignet sich zum Backen?

Wir haben Ihnen zwar schon die professionellen Maße für Kuchen vom Blech genannt, doch natürlich möchten wir noch einmal kurz darauf eingehen, welche Option sich für zu Hause am besten eignet. Bei Ihrem Ofen müssten normalerweise gleich zwei Varianten, ein flaches und ein tiefes, dabei gewesen sein. Diese sind konventionell 37–40 cm lang und 28–32 cm breit. Wir empfehlen für das Backen von der süßen Speise in jedem Fall zweiteres, da der Teig hier noch mehr Platz hat, um aufzugehen.

Beim Material sollten Sie auch aufpassen. Meist bestehen die schon Vorhandenen aus Edelstahl oder Alu. Wenn Sie sich selbst ein Neues dazu kaufen wollen, können Sie zusätzlich noch zwischen Silikon oder Ausführungen mit Antihaftbeschichtung wählen. Bei der biegsamen Variante empfehlen wir vor dem ersten Einsatz, das Ganze für vier Stunden bei 200 Grad zu erhitzen. Die beschichtete Option ist auf eine besondere Pflege angewiesen. Hier also nicht mit einem Stahlschwamm versuchen, alles zu säubern. Denn ist die Schicht einmal ab, klebt das Gebäck gerne fest.

Kuchen vom Blech: der Teig

Wenn Sie nun die Utensilien für Ihren Kuchen vom Blech parat haben, geht es an die Auswahl des Rezeptes. Da gibt es natürlich eine Menge, die Sie ausprobieren können. Zuerst möchten wir Ihnen Tipps für den idealen Teig geben. Denn hier eröffnen sich einige Optionen, die alle ihre Vorteile haben. Übrigens: Wenn Sie sich allgemein über Teigarten informieren möchten, dann lesen Sie in unserem Beitrag mehr dazu.

Ein klassischer Rührteig ist gerade für Anfänger ein willkommenes Rezept. Hier kann nicht viel falsch gemacht werden und Sie können beispielsweise mit verschiedenen Farben experimentieren. Unser Favorit dazu ist das Papageienkuchen-Rezept. Wenn Sie sich hingegen an einen Hefeteig wagen wollen, dann lesen Sie am besten vorher unseren Beitrag zum Backen mit Hefe. Einen solchen Boden empfehlen wir vor allem, wenn Sie gerade frisches Obst zu Hause haben und dieses zusammen mit leckeren Streuseln zu einem himmlischen Gebäck verarbeiten wollen.

Sie lieben Obst vor allem, wenn es püriert oder ganz fein geschnitten ist? Dann raten wir zu einem Biskuitteig. Denn so wird Ihr Kuchen besonders fluffig und die Süße der Früchte zergeht förmlich auf Ihrer Zunge. Zu guter Letzt möchten wir natürlich den Mürbeteig nicht unerwähnt lassen. Dieser dauert bei der Vorbereitung im Vergleich zum eben genannten zwar etwas länger, aber lohnt sich allemal. Wenn Sie noch neu auf dem Gebiet sind, orientieren Sie sich am besten an den jeweiligen Rezepten. Sind Sie schon ein wenig erfahrener, können Sie natürlich auch etwas kreativer werden.

Kuchen vom Blech: der Belag

Wir haben zwar gerade schon angedeutet, dass zum Beispiel Obst wunderbar auf einen Kuchen vom Blech passt, aber trotzdem möchten wir noch einmal näher darauf eingehen. Deshalb haben wir für Sie zur Inspiration die folgende Tabelle zusammengestellt. Vielleicht ist ja eine Zutat dabei, an die Sie noch nicht gedacht haben?

Zutat Beispiele
Obst
  • Äpfel
  • Kirschen
  • Pflaumen
  • Pfirsiche
  • Aprikosen
  • Birnen
  • Him-, Blau oder Erdbeeren
Gemüse
  • Rhabarber
  • Kürbis
  • Süßkartoffel
Nusssorten
  • Mandeln
  • Haselnüsse
  • Walnüsse
  • Cashews
Süßwaren
  • Schokolade
  • Streusel
  • Puderzucker
  • Sahne
  • Pudding
  • Quarkmasse

Übrigens: Kombinieren Sie doch auch ein paar der Varianten, wenn Sie ein neues Gebäck kreieren wollen. Schokolade und Nüsse bzw. Früchte passen zum Beispiel wunderbar zusammen. Lassen Sie Ihrer kulinarischen Fantasie am besten freien Lauf und probieren Sie sich aus!

Kuchen vom Blech: die Donauwelle

Oben haben wir Ihnen schon den Tipp gegeben, dass sich verschiedene Zutaten auch herrlich kombinieren lassen. Ein sehr gutes Beispiel für ein leckeres Zusammenspiel unterschiedlicher Ingredienzen ist wohl die Donauwelle. Hier treffen knackige Schokolade, süße Kirschen und fluffige Creme aufeinander. Deshalb möchten wir Ihnen diesen klassischen Kuchen vom Blech nun noch ein wenig genauer vorstellen.

Die Zutaten für ein Backblech:

Für den Teig:

  • ein Glas Kirschen (700 ml)
  • 5 Eier
  • 250 g weiche Butter
  • 1 EL Milch
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 175 g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 375 g Mehl
  • 2,5 EL Kakao
  • 2 TL Backpulver

Für die Buttercreme:

  • 75 g Zucker
  • 500 ml Milch
  • 250 g weiche Butter
  • 1 Päckchen Vanillepudding

Für die Glasur:

  • 250 g Kuvertüre (Zartbitter)
  • 2 EL Speiseöl
Ein Blech mit Donauwelle

Foto: © Hans, Lizenz: Creative Commons CC0 1.0, Quelle: pixabay.com

So geht’s:

  1. Fetten Sie zur Vorbereitung das Backblech mit Butter ein, lassen Sie die Kirschen in  einem Sieb abtropfen und heizen Sie den Ofen auf 180 °C Ober- / Unterhitze vor.
  2. Nun geht es an den Teig: Schlagen Sie die Butter weich und geben Sie nach und nach Zucker, Vanillezucker und Salz hinzu.
  3. Mixen Sie nacheinander die Eier auf höchster Stufe hinein.
  4. Verrühren Sie in einer separaten Schüssel Mehl und Backpulver und geben Sie es in zwei Etappen zu den feuchten Zutaten.
  5. Verstreichen Sie ungefähr zwei Drittel des Teiges auf dem Backblech.
  6. Nun den Kakao mit der Milch zum Rest geben und alles gut vermischen.
  7. Jetzt die dunkle Masse auf der Hellen gleichmäßig verteilen.
  8. Drücken Sie die Kirschen vorsichtig in den Teig.
  9. Schieben Sie das Blech ins untere Drittel des Ofens und backen Sie den Kuchen dort 40 Minuten lang.
  10. Alles komplett auskühlen lassen.
  11. Rühren Sie jetzt den Pudding nach Gebrauchsanweisung an. Nachdem er aufgekocht ist, in eine Schüssel umfüllen und mit Frischhaltefolie direkt auf der Oberfläche abdecken, damit sich keine Haut bilden kann.
  12. Schlagen Sie jetzt die Butter geschmeidig und geben Sie den Pudding esslöffelweise hinzu. Das ganze sollte Raumtemperatur haben, damit nichts gerinnen kann.
  13. Verstreichen Sie die Buttercreme auf dem Kuchen und stellen Sie alles für mindestens eine Stunde kalt.
  14. Zu guter Letzt kommt die Glasur. Schmelzen Sie dafür die Schokolade und das Öl über einem Wasserbad bei geringer Hitze. Verstreichen Sie sie auf der Buttercreme und lassen alles fest werden.

Bevor die Schokolade hart geworden ist, können Sie noch mit der Gabel wellenförmige Muster auf die Oberfläche ziehen. Denn so macht der Name diesem Kuchen vom Blech alle Ehre. Wir wünschen guten Appetit!

Weiterführende Links:
www.eatclub.tv/…/5-tipps-fuer-den-perfekten-blechkuchen-118846/
www.de.wikipedia.org/…/Blechkuchen