Ob zum Geburtstag, zu Weihnachten oder sogar als Hochzeitsgeschenk: Pralinen und Trüffel sind einfach ein wunderschönes Geschenk – noch dazu, wenn man sie selbst gestaltet hat. Dieses individuelle Präsent schmeckt einfach jedem und zaubert immer ein Lächeln aufs Gesicht. Wir verraten Ihnen darum, wie Sie Pralinen selber machen können und was Sie wirklich dazu brauchen.

Die Praline: ein royaler Genuss

Bevor wir in das Pralinen Zubereiten einsteigen, wollen wir uns erst einmal der Süßigkeit selbst widmen. Diese wurde nämlich bereits im 17. Jahrhundert für den französischen Grafen von Plessis-Praslin erfunden. Dessen Koch tunkte damals einfach Nüsse, Marzipan und getrocknete Früchte in heiße Schokolade und ließ diese anschließend aushärten. Erst Anfang des 20. Jahrhunderts entstanden die Pralinen, die wir heute kennen und lieben. Ein belgischer Chocolatier befüllte dazu runde Metallformen mit Schokolade und gab anschließend eine köstliche Füllung hinein.

Auf einem Teller sind Pralinen mit verschiedenen Nüssen und Kernen angerichtet

Foto: © beatrize, Lizenz: Creative Commons CC0 1.0, Quelle: pixabay.com

Heutzutage unterscheiden wir auf dieser Basis hauptsächlich zwischen drei Pralinensorten, welche mit den unterschiedlichsten Leckereien gefüllt sein können. Am beliebtesten sind dabei auf jeden Fall Nougat, Marzipan und die verschiedene Liköre. Am weitesten verbreitet sind wohl die Trüffel (die ihren Namen übrigens wirklich von den Edelpilzen haben). Hierbei handelt es sich um feine Kugeln aus Schokolade, welche mit einer cremigen Füllung aus Sahne und Schokolade sowie verschiedenen Aromen verfeinert wurden.

Ebenfalls ein wahrer Klassiker sind die belgischen Meeresfrüchte. Diese Pralinen bestehen in der Regel außen aus einer Mischung aus weißer und Vollmilchschokolade und sind mit Nougat gefüllt. Ebenfalls verfeinert wurde die Rezeptur in Österreich, konkreter in Salzburg, wo die ersten Mozartkugeln gefertigt wurden. Diese ganz besondere Süßigkeit zeichnet sich aus durch die feine Füllung aus Pistazien, Nougat und Marzipan.

Die Grundausstattung für die Schokolaterie

So oft hören wir, dass Pralinen selber machen zu viel Aufwand ist und man viel zu viel Zubehör braucht. Dem wollen wir widersprechen, denn wer sich einfach einmal ausprobieren möchte, der benötigt gar nicht so viele Utensilien – und das meiste haben Sie sicherlich eh schon zu Hause. Natürlich kann der professionelle Chocolatier hier und da ein kleines Hilfsmittel gebrauchen, um noch süßere Kunstwerke zu zaubern.

Probieren geht über Studieren: das Starter-Set

Sie wollen einfach einmal probieren, Pralinen selber herzustellen? Dann brauchen Sie dafür erst einmal Utensilien, die Sie wahrscheinlich ohnehin bereits besitzen. Wir haben hier eine kleine Liste zusammengestellt:

  • Ein kleiner Topf (z.B. zum Kuvertüre Schmelzen)
  • Eine kleine Metallschüssel (beim Schmelzen für das Wasserbad)
  • Kochlöffel und Teigschaber
  • Küchenwaage
  • Spritzbeutel (alternativ Gefrierbeutel mit abgeschnittener Spitze)
  • Backpapier
  • Stabmixer

Zusätzlich dazu kann es sinnvoll sein, sich die folgenden Backutensilien zuzulegen:

  • Pralinengabel
  • Küchenthermometer
  • Einweghandschuhe

Diese kleinen Geräte machen den Prozess des Zubereitens einfach ein wenig leichter und komfortabler, sind aber kein absolutes Muss. Für wahre Hobby-Chocolatier lohnt sich die Anschaffung sicher, wollen Sie hingegen nur einmalig zu einem besonderen Anlass Pralinen zaubern, können Sie auch darauf verzichten.

Für Pralinen-Enthusiasten: die Profiausstattung

Sie haben Ihre Leidenschaft im Pralinen selber Machen gefunden und wollen am liebsten allen Ihren Verwandten und Bekannten so eine Freude machen? Ihre ganze Küche funktionieren Sie gern als Pralinen-Produktionsstätte um? Dann brauchen Sie unbedingt noch folgende Utensilien:

  • Eine Dosierflasche (für sehr flüssige Ganachen)
  • Ein feines Küchensieb
  • Pralinen- oder Kuchengitter (zum Abkühlen und Verzieren)
  • Pralinenformen aus Polycarbonat (für noch perfekter Ergebnisse)

Übrigens: Alternativ zu den als Pralinenformen ausgeschrieben Utensilien, können Sie auch zu Eiswürfelformen aus Silikon greifen – vielleicht haben Sie eine solche ja sogar schon zu Hause. Sie bringen zudem nämlich auch einen weiteren großen Vorteil mit sich: Es gibt sie in zahlreichen Formen und Größen.

Der Klassiker: Schoko-Pralinen

Zu den einfachsten Pralinen-Rezepten gehört nach wie vor die klassisch-französische Form. Dabei müssen Sie auch gar keine Angst haben, dass die Süßigkeiten nicht gelingen könnten – sie sind absolut anfängertauglich. Dazu brauchen Sie zunächst eine Silikonform für Eiswürfel, einen kleinen Topf und eine Schüssel sowie einen Kochlöffel. An Zutaten benötigen Sie außerdem:

  • Schokolade nach Wahl (weiß, Vollmilch und/oder dunkel)
  • Streusel oder gemahlene Trockenfrüchte
  • Gehackte Nüsse (z.B. Walnüsse, Mandeln oder Pistazien)
  • Getrocknete Früchte (z.B. Rosinen, Himbeeren, Mango, Kokos und/oder Cranberries)

Sie sehen schon, dieses Grundrezept bietet viele Möglichkeiten zum Individualisieren und Experimentieren. Zugleich gibt es Ihnen so auch die Möglichkeit, eine große Vielfalt an unterschiedlichen Pralinen herzustellen – und das ganz leicht. Konkret geht das so:

  1. Beginnen Sie damit, Wasser in einem kleinen Topf zum Kochen zu bringen und stellen Sie anschließend die Schüssel hinein. In diesem Wasserbad erhitzen Sie dann die gewünschte Menge an Schokolade – gerne können Sie auch in mehreren Töpfen unterschiedliche Sorten erwärmen.
  2. Während die Schokolade schmilzt, können Sie sich bereits der Gestaltung widmen. Geben Sie hierfür einige Streusel, Nüsse oder Früchte in die Silikonformen. Achten Sie besonders darauf, dass die Stücke schön klein sind, damit die Praline beim Herausnehmen nicht zerbricht.
  3. Geben Sie anschließend die Schokolade in die Formen, sodass der Inhalt komplett bedeckt ist. Wollen Sie zwei verschiedene Schokoladen verwenden, lassen Sie oben etwas Platz (etwa 1/3 der Form)
  4. Stellen Sie die Schoko-Pralinen nun für etwa eine Stunde kalt. Ist die Schokolade fest genug, können Sie die zweite Schicht darüber geben. Stellen Sie die Süßigkeiten anschließend erneut in den Kühlschrank und lassen Sie sie völlig erkalten und aushärten – so leicht kann das Pralinen selber Machen sein!

Individuelle Köstlichkeiten: Pralinen-Grundmasse

Suchen Sie nach einem Pralinen-Rezept, welches Sie ganz leicht verfeinern und individualisieren können? Dann haben wir eine herrliche Variante für Sie: Unsere Pralinen-Grundmasse können Sie ganz einfach mit individuellen Aromen verfeinern und so an die Geschmäcker Ihrer Beschenkten anpassen.

Die Pralinen-Grundmasse – einfach und köstlich

Bevor wir uns den leckeren Ideen zur Individualisierung widmen, wollen wir erst einmal die Grundmasse zaubern. Dazu brauchen Sie nichts weiter als einen Messbecher, ein Handrührgerät, einen Topf und etwas Frischhaltefolie. An Zutaten benötigen Sie für 15 Pralinen zudem:

  • 100 g Zartbitter-Kuvertüre
  • 50 g Vollmilch-Kuvertüre
  • 50 g Sahne
  • 10 g Kokosfett

Zerhacken Sie zunächst die Kuvertüre in grobe Stücke. Kochen Sie nun die Sahne vorsichtig auf und geben Sie die Kuvertüren sowie das Kokosfett hinzu. Ist alles geschmolzen und eine flüssige Masse entstanden, füllen Sie diese in den Messbecher und stellen sie für etwa 4 Stunden in den Kühlschrank. Schlagen Sie diese Masse anschließend auf und geben die gewünschten Aromen hinzu. Anschließend geben Sie die Masse in vorgefertigte Hohlkörper – so entsteht eine feste, leckere Verführung.

Verführerisch leckere Füllungen

Um aus dieser Grundmasse nun eine individuelle Füllung zu fertigen, können Sie zu den unterschiedlichsten Aromen greifen. Für Kaffeeliebhaber empfehlen wie Espresso-Pralinen – dazu einfach 1 Teelöffel Instant-Espressopulver sowie die gleiche Menge an ungesüßtem Kakao unterheben. Oder wie wäre es mit einem exotischen Kokos-Trüffel? Dafür schlagen Sie einfach 1 Teelöffel Kokoslikör sowie 10 g Kokosraspeln mit in die Masse.

Eine festliche Verführung hingegen schaffen Sie zum Beispiel mit herrlichem Mandelaroma zusammen mit einem Hauch der Spekulatius-Gewürzmischung. Ganz traditionell können Sie natürlich auch zu leckerem Vanille-Konzentrat greifen. Besonders in Kombination mit Zimt lassen sich so himmlische Weihnachts-Pralinen selber machen.

Etwas exotischer wird es mit Gewürzen wie Rosmarin, Chili oder getrockneten Lavendelblüten. Das ist noch nicht genug? Dann peppen Sie Ihre Pralinen-Grundmasse noch mit etwas Orangen- oder Limettenschale, Fruchtsirup oder auch kandiertem Obst auf. Experimentieren Sie einfach ein wenig und schaffen Sie so Ihre ganz eigene verführerische Kreation!

Pralinen selber machen – leichter als man denkt!

Selbstgemachte Pralinen sind einfach ein wundervolles Geschenk für alle – es gibt schließlich kaum jemanden, der der süßen Verführung widerstehen kann. Und das Beste daran? Sie sind gar nicht so schwer herzustellen. Mit unseren zwei Rezepten zaubern Sie ganz schnell Ihre eigenen Kreationen. Mit der vielseitigen Praline-Grundmasse befüllen Sie dann zum Beispiel die vorgefertigten Hohlkörper oder umhüllen Sie in leckeren Puderzucker.

Für die klassischen Schoko-Pralinen haben Sie hingegen sicherlich schon alles Zubehör daheim parat und können auch ganz spontan noch ein persönliches Geschenk zaubern! Egal, für welches Rezept Sie sich entscheiden, wir wünschen Ihnen schon einmal viel Spaß beim Tüfteln, Formen und Verzieren!

Apropos Verschenken: Es gibt natürlich einige tolle Varianten wie Sie Ihre leckeren Naschereien hübsch verpacken können. Greifen Sie zum Beispiel zu vorgefertigten Papierförmchen oder Sie basteln Ihre eigenen aus Alufolie. Auch Backpapier kann sich hervorragend eignen und lässt sich sehr leicht individualisieren!

Quellen
www.pralinenwahnsinn.de/?p=pralinen_selber_machen_starterset
www.lecker.de/rezepte/pralinen
www.utopia.de/…/pralinen-selber-machen-rezept/
www.kochbar.de/…/Grundmasse-fuer-ca-30-Stueck-Pralinen-Trueffel.html
www.chefkoch.de/…/Pralinen-selbst-gemacht.html
www.fuchs.de/…/pralinen-selber-machen-die-grundlagen/