Low Carb Pizzateig: fünf leckere Rezeptideen
Low Carb Pizzateig – klingt nach Verzicht, schmeckt aber nach echtem Genuss! Wer das italienische Gericht liebt, aber auf Weizenmehl und überflüssige Kohlenhydrate verzichtet, muss sich längst nicht mehr einschränken. Auch ohne klassischen Boden lässt sich Pizza kreativ, herzhaft und lecker zubereiten. Wir zeigen Ihnen, wie vielfältig die Alternativen sind – und mit welchen Zutaten das besonders gut gelingt. Los geht’s!
Warum eigentlich ein Low Carb Pizzateig?
Seien wir mal ehrlich: Eine normale Pizza ist schon eine kleine Kalorienbombe, die man sich nicht regelmäßig gönnen sollte, wenn man auf seine Ernährung achtet. Die Problematik liegt hier hauptsächlich im Boden, denn den Belag können Sie ja so wählen, wie Sie möchten. Die Hauptbestandteile des klassischen Teiges sind nun mal verschiedene Mehlarten.
Und aus dieser Hauptingredienz stammen die Kohlenhydrate, die bei der Gewichtsreduzierung vermieden werden sollten. Denn die Wahrheit ist, dass Sie pro Pizza mindestens 100 g dieser Zuckermoleküle zu sich nehmen. Wenn Sie jedoch gerade eine Low Carb Diät machen, dann ist der empfohlene, tägliche Richtwert (100-120 g Kohlenhydrate) damit erreicht oder sogar überschritten. Das ist natürlich für den Alltag etwas unpraktisch, wenn man die gewollte Menge nur mit einem Gericht abgedeckt hat.

Deshalb haben sich findige Menschen überlegt, dass man doch Alternativen benötigt und kreierten verschiedenste Low Carb Pizzateige. Zwar unterscheidet sich die gewohnte Textur und der Geschmack vom Original, dennoch müssen Sie so nicht komplett auf das kulinarische Erlebnis verzichten.
Für mehr Informationen zu High Carb Teigen, lesen Sie hier in unserem Blog weiter:
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Teigarten: Welcher Boden passt eigentlich zu welchem Kuchen?
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Sauerteig selbst herstellen – so gelingt’s
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Backen mit Hefe – keine Angst vorm quellenden Teig
Low Carb Pizzateig: Verschiedene Varianten vorgestellt
Es gibt so einige Diäten, die das Reduzieren oder auch Weglassen von Mehl fordern. Wir haben Ihnen in unserem Blogbeitrag zu Ernährungsformen ein paar davon vorgestellt. Wenn das also auf Sie zutrifft oder Sie aber einfach mal so eine Alternative dafür ausprobieren möchten, dann haben wir hier eine Auswahl an Möglichkeiten.
Mit den folgenden Möglichkeiten eines Low Carb Pizzateigs lernen Sie das Ganze noch einmal auf eine ganz neue geschmackliche Art kennen. Aber bevor Sie sich weiter über die einzelnen Varianten belesen, haben wir noch ein paar wissenswerte Tipps, die bei jedem Rezept gelten:
- Pizza immer vorbacken – der Teig ist feuchter als klassischer Weizenteig
- dünn ausrollen für ein knuspriges Ergebnis
- gut gewürzt schmecken die alternativen Teige noch besser
- lässt sich auf Vorrat zubereiten und einfrieren – ideal für den Alltag

Pizzaboden mit Mehl
Wenn Sie auf Mehl nicht verzichten möchten, dann haben Sie ganz unterschiedliche Möglichkeiten. In unserem Beitrag über glutenfreies Backen haben wir Ihnen schon einige vorgestellt. Die Varianten für den Low Carb Pizzateig haben dennoch eines gemeinsam: Weizen, Roggen und Co. sind nicht enthalten.
Unsere Empfehlung: Mandel- oder Kokosmehl. Bei beiden Vorschlägen sollten Sie jedoch bereits den Teig schon ordentlich würzen. Hier eignen sich beispielsweise Salz, Pfeffer und Kräuter der Provence.
| Mehlalternative | Besonderheit |
| Mandelmehl | leichte Marzipan-Note möglich, je nach Sorte – vorher ausprobieren |
| Kokosmehl | eignet sich gut für herzhafte Teige – intensiver Geschmack |
Erfahren Sie mehr in unseren Beiträgen zum Thema Mehl & Teig!
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Von Broten, Plätzchen und Pizza: Welche Mehlarten eignen sich wofür?
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Glutenfrei Backen: Eine Frage des richtigen Mehls
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Elsässer Spezialität: Flammkuchen selber machen
Low Carb Pizzateig mit Blumenkohl
Nun kommen Sie als Gemüseliebhaber auf Ihre Kosten. Denn auch mit Blumenkohl können Sie einen Low Carb Pizzateig herstellen, der sich sehen lassen kann. Wenn Sie ihn vorbacken, überzeugt er mit seiner Knusprigkeit. Diese erreichen Sie vor allem bei einem besonders dünn ausgestrichenen Teig. Wie dieser am besten gelingt, möchten wir Ihnen mit einer kurzen Anleitung erklären.
- Nach dem Entfernen der Blätter und dem Waschen des Blumenkohls (ca. 300 g) geht es ans Zerkleinern. Raspeln Sie so lange, bis eine grießähnliche Konsistenz entsteht.
- Wenn Sie möchten, können Sie den Grieß anbraten und somit Röstaromem kreieren.
- Nun kommen zwei Eier, 80 g geriebener Käse, nach Belieben etwas Knoblauch,sowie die Gewürze Ihrer Wahl hinzu. Mischen Sie alles gut durch.
- Alles auf ein Backblech verteilen und mit einem Löffel kompakt festdrücken.
- Jetzt noch mit etwas Olivenöl bestreichen.
- Bei 180 °C Umluft für ungefähr 10 Minuten vorbacken lassen, bis der Boden goldbraun ist.
- Danach nach Belieben belegen – und erneut 10 Minuten backen.

Zucchini für einen leckeren Boden
Auch die Zucchini eignet sich als Grundzutat für einen Low Carb Pizzateig hervorragend, da sie im frischen Zustand fest ist und sich somit leicht raspeln lässt. Hier ist die Vorgehensweise ähnlich wie beim Blumenkohl. Sie sollten jedoch eine eher grobe Raspel verwenden, damit kein Matsch entsteht.
Apropos Matsch: Ein wirklich hilfreicher Tipp bei Zucchini ist das Salzen. Nach dem Zerkleinern sollten Sie sie mit Salz bestreuen. Das entzieht das überschüssige Wasser, sodass Ihr Low Carb Pizzateig nicht zu flüssig wird. Am besten drücken Sie anschließend das bearbeitete Gemüse vorsichtig aus – dafür eignet sich ein Küchentuch. So geht nichts daneben und Sie können einen gewissen Druck ausüben, um auch wirklich die überflüssige Feuchtigkeit herauszuwringen.
Alles Wichtige zum Zucchini-Teig für Sie nochmal zusammengefasst:
- Verwenden Sie eine grobe Reibe, um zu feine Konsistenz zu vermeiden.
- Salzen Sie die geraspelte Zucchini und lassen Sie sie 10–15 Minuten ziehen.
- Wickeln Sie die Masse in ein sauberes Tuch und drücken Sie überschüssige Flüssigkeit aus.
- Je trockener der Teig, desto besser das Backergebnis.

Mit Quark zum Pizzagericht

Vielleicht klingt das zunächst erst einmal befremdlich, aber Quark ist eine hervorragende Zutat, um einen Low Carb Pizzateig zu kreieren. Denn hier wird der Boden nicht nur knusprig, sondern auch herrlich fluffig. Und das Beste: Für einen einfachen Teig benötigen Sie nur noch zwei weitere Zutaten, die Sie wahrscheinlich sowieso schon zu Hause haben: Eier und Käse.
Für eine Pizza, die so groß ist wie ein normales Backblech, verrühren Sie 150 g Quark, ein Ei und 30 g geriebenen Käse. Das Ganze sollten Sie anschließend noch ordentlich würzen (z. B. mit Salz, Pfeffer, Kräuter) und dann in einer dünnen Schicht auf einem gefetteten oder mit Backpapier ausgelegtem Blech verteilen. Nach dem Vorbacken können Sie den Boden dann wie gewünscht belegen. Und sollten Sie Quark nicht ganz so mögen, können Sie ihn auch mit Frischkäse ersetzen.
Low Carb Pizzateig mit Chia- und Leinsamen
Die bekannten Superfoods Chia- und Leinsamen können Sie auch ganz einfach in Ihren Low Carb Pizzateig integrieren. Hier warten viele pflanzliche Omega-3-Fettsäuren sowie Ballaststoffe auf Sie. Wenn jetzt noch nicht klar ist, wie Sie aus den trockenen Samen einen Teig herstellen sollen, dann haben wir hier für Sie eine leichte Anleitung.
Für einen Pizzateig benötigen Sie:
- 15 g Chiasamen
- 150 g Leinsamenschrot
- 150 ml heißes Wasser
- Salz
- Kräuter
So geht’s:
- Lassen Sie zunächst die Chiasamen aufquellen. Dafür übergießen Sie sie mit dem heißen Wasser und rühren immer mal wieder um.
- Geben Sie nun die geschroteten Leinsamen, das Salz und ein paar Prisen Ihrer präferierten Kräuter hinzu. Mischen Sie alles gründlich.
- Jetzt kommt die Masse auf ein Backblech, das Sie zuvor mit Backpapier ausgelegt haben. Legen Sie Frischhaltefolie auf den Teig und rollen Sie ihn mit einem Nudelholz dünn aus. So vermeiden Sie, dass sie daran kleben bleibt.
- Entfernen Sie die Folie und schieben Sie das Blech in den auf 200 Grad Celsius (Umluft) vorgeheizten Ofen hinein.
- Nach ca. 6 Minuten sollten Sie alles herausholen und den Boden wenden. Jetzt können Sie ihn belegen und für weitere 15 Minuten backen.

Los geht’s mit dem Belegen
Nachdem wir Ihnen jetzt die verschiedensten Optionen für einen Low Carb Pizzateig gezeigt haben, möchten wir natürlich noch das Belegen kurz erwähnen. Hier haben Sie wahrscheinlich schon Ihren Favoriten gefunden. Ein paar Inspirationen geben wir Ihnen gerne noch auf den Weg:
- Tomatensauce: klassisch gewürzt mit Salz, Pfeffer, Kräutern und etwas Zucker für Süße.
- Käsevarianten:
- mild: Mozzarella, junger Gouda
- würzig: Parmesan, Emmentaler, Gorgonzola
- Toppings nach Wahl:
- Gemüse (z. B. Paprika, Pilze, Zwiebeln)
- Wurst (z. B. Salami, Schinken)
- Fruchtig-experimentell: Ananas, Feigen, Birne
Pizza und Low Carb schließen sich längst nicht mehr aus. Ob mit Gemüse, Quark, Nussmehl oder Samen – die Auswahl an alternativen Teigvarianten ist groß und bietet für jeden Geschmack die passende Lösung. Wichtig ist nur: gut würzen, vorbacken und nicht zu dick ausrollen. So steht dem genussvollen Pizzaabend – ganz ohne Reue – nichts mehr im Weg.
Probieren Sie sich einfach aus. Und sollten Sie doch einmal wieder Lust auf das Original haben, dann lesen Sie hier alles Wichtige in unserem Beitrag über Pizza backen. Wir wünschen guten Appetit!

Weiterführende Links:
www.springlane.de/…/low-carb-pizza-rezepte
www.mrsflury.com/low-carb-lizza
www.azafran.de/…/low-carb-pizza-ohne-mehl
www.ernaehrungsstudio.nestle.de/…/low-carb-pizza
www.backenmachtgluecklich.de/…/low-carb-pizza-mit-mandelmehl


