Der Sommer ist vorbei und die ersten Nebelfelder ziehen über das Land. Die Blätter färben sich bunt und in der Luft liegt dieser ganz besondere Duft, der sich nur so im Herbst erschnuppern lässt. Eine Zeit, in der man sich noch liebend gern mit den wichtigsten Menschen zum Kaffeetrinken trifft. Ein saftiger Kürbiskuchen darf dabei nicht fehlen. Lesen Sie hier alles über die große Beerenfrucht und probieren Sie die saisonale Leckerei aus!

Orange, rot oder grün: Das müssen Sie über den Kürbis wissen

Bevor Sie unseren saftigen Kürbiskuchen ausprobieren, möchten wir Ihnen diese Beerenfrucht erst einmal näher vorstellen. Denn schließlich gibt es allein schon im Supermarkt eine große Auswahl, bei der die Optionen auch schnell mal überwältigend wirken können.

Welche Sorten gibt es?

Sowohl beim Lebensmittelmarkt als auch beim Florist begegnen Ihnen die verschiedensten Formen dieser Beerenfrucht. Das weist schon auf den wichtigsten Fakt hin: Es gibt genießbare Versionen und Varianten, die nur zur Zierde gezüchtet wurden und somit nicht verzehrt werden sollten. Da unser saftiger Kürbiskuchen das Endziel ist, haben wir uns in der folgenden Übersicht nur auf die essbaren Optionen und deren jeweiliger Geschmack konzentriert.

Sorte Geschmack Wofür
Ambercup nussig (ähnelt dem Geschmack von Maronen)
  • Suppen
  • Aufläufe
  • Soßen
  • Kuchen
  • Marmeladen
Butternut süßlich, nussig, leichte Butternote
  • Suppen
  • Kuchen
  • Rohkost
Baby Boo fruchtig, süß, nussig
  • auch roh essbar
  • Chillis oder Currys
  • Überbacken
Blauer Ungar aromatisch, nussig
  • schmoren und backen als Ofengemüse
  • Püree
  • braten
  • auch roh essbar
Delicata mild, süß, fruchtig, leicht nussig
  • Kuchen
  • Süßspeisen
Hokkaido süß, nussig
  • Suppe
  • Soßen
Muskat leicht säuerlich, Muskat- und Maronenaroma
  • Süßspeisen
  • Suppe
  • Chutney
  • auch roh essbar
Rote Warze süß, aromatisch
  • Ofengerichte
  • Beilage für Fisch und Fleisch
  • kann auch frittiert werden
Spaghettikürbis mild, leicht nussig
  • als Alternative zu Pasta

Übrigens ist nicht nur das Fruchtfleisch genießbar. So könne Sie beispielsweise beim Hokkaido ruhig die Schale dran lassen, da sie dünn genug ist. Einfach nur einmal gründlich abwaschen und schon kann es losgehen mit dem Kochen oder Backen. Auch die Kerne sind bekanntermaßen eine beliebte Zutat in Broten oder Salaten. Wenn Sie sie vorher ordentlich getrocknet haben (bei 150 Grad im Ofen für 30 Minuten), halten sie sich bis zu 6 Monate und sind eine tolle Verfeinerung für viele Gerichte.

Wann ist der Kürbis reif und wie lagern Sie ihn?

Wir haben es in unserer Einleitung bereits angedeutet: Für viele gehört diese Zutat eindeutig in den Herbst. Aber wussten Sie, dass im Sommer bereits einige Früchte reif sind? Dazu gehören zum Beispiel der Spaghettikürbis sowie der Rondini. Und hatten Sie eine Ahnung, dass auch die Zucchini selbst zu dieser Pflanzenfamilie gehört und somit wohl die bekannteste dieser Saison ist. Achten Sie bei der Auswahl des Sommerkürbisses auf eine glatte, feste und leicht glänzende Schale.

Wenn wir jedoch wirklich an die meist orangen Beerenfrüchte denken, dann haben diese zwischen September und November ihre Hochsaison. Jedoch können Sie sie oftmals bis in die späten Wintermonate im Supermarkt kaufen. Sie erkennen ein reifes Exemplar daran, dass er bei der Klopfprobe hohl klingt. Außerdem sollten Sie darauf achten, dass die Schale und der Stiel unversehrt sind. Wenn der Stiel zusätzlich verholzt ist, ist das ebenfalls ein gutes Zeichen für den Reifegrad.

Haben Sie sich für eine Frucht entschieden, kann diese bei 10 bis 13 Grad sogar einige Monate gelagert werden. Haben Sie sie schon einmal für einen saftigen Kürbiskuchen oder Ähnliches angeschnitten und es ist dabei noch etwas übriggeblieben, bleibt der Rest im Kühlschrank bis zu zwei Tage frisch. Am besten wickeln Sie ihn dafür in eine Folie ein und brauchen ihn zeitnah auf.

Saftiger Kürbiskuchen mit Püree

Ein saftiger Kürbiskuchen kann auf eins nicht verzichten: das Püree der Frucht. In manchen Supermärkten gibt es diese sogar bereits in Dosen abgefüllt. Wenn Sie solche jedoch gerade nicht finden oder es einfach selbstherstellen möchten, haben wir für Sie die entsprechende Anleitung dafür.

Verwenden Sie einen Kürbis Ihrer Wahl. Am besten einen, der mit seinem Geschmack für einen Kuchen geeignet ist. Waschen Sie zunächst die Frucht, halbieren sie und entfernen die Kerne. Legen Sie die zwei Hälften mit dem Gesicht nach unten auf ein leicht gefettetes Backblech. Backen Sie alles bei 200 Grad im Ofen für 30 bis 45 Minuten, bis Sie eine Gabel mit Leichtigkeit in das Fruchtfleisch stechen können.

Lassen Sie nun alles abkühlen. Wenn Sie einen Kürbis verwenden, bei dem die Schale noch sehr hart ist, entfernen Sie diese. Pürieren Sie jetzt alles mit einem Mixer oder in einer Küchenmaschine. Das Ganze hält im Kühlschrank ungefähr eine Woche und lässt sich für mehrere Monate ohne Probleme einfrieren. Ob Sie nun einen Kuchen oder himmlische Kürbismuffins backen – lassen Sie es sich schmecken!

Ein saftiger Kürbiskuchen: der klassische American Pumpkin Pie

Das folgende saftige Kürbiskuchen ist gerade in den USA besonders beliebt und bekannt. Hier hat der Pumpkin Pie eine lange Tradition und wird vor allem zu Thanksgiving serviert. Lernen Sie dieses kulinarische Highlight kennen und probieren Sie es aus!

Zutaten für die Füllung:

  • 3 große Eier
  • 480 g Kürbispüree
  • 240 ml Sahne
  • 1 TL Vanilleextrakt
  • 170 g brauner Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 2 TL Zimt
  • 2 TL Kürbiskuchengewürz

Für den Teig benötigen Sie:

  • 160 g Mehl
  • 1 Prise Salz
  • 1 EL Zucker
  • 115 g Butter
  • 60 ml eiskaltes Wasser

So geht der Teig:

  1. Füllen Sie das Mehl, den Zucker und das Salz in eine Schüssel und mischen Sie alles.
  2. Geben Sie nun die Butter und das Wasser hinzu und mixen Sie es, bis es zusammenklebt.
  3. Wickeln Sie den Teig in Folie ein und legen Sie ihn mindestens für eine Viertelstunde in den Kühlschrank.

Jetzt geht’s an die Füllung:

  1. Schlagen Sie die Eier auf.
  2. Geben Sie das Püree, die Sahne und den Vanilleextrakt hinzu.
  3. Anschließend kommt der Zucker, das Salz, der Zimt und das Kürbiskuchengewürz dazu. Verrühren Sie das Ganze gut.

Das Zusammenbringen:

  1. Heizen Sie den Ofen auf 220 Grad Celsius (Ober-/Unterhitze) vor.
  2. Fetten Sie Ihre runde Backform ein.
  3. Rollen Sie den Teig aus und legen Sie ihn in die Form hinein. Schneiden Sie den überstehenden Rest ab.
  4. Geben Sie jetzt die Füllung hinein und setzen Sie einen Tortenschutz darüber.
  5. Backen Sie das Ganze nun für 15 Minuten.
  6. Reduzieren Sie die Hitze auf 175 Grad und lassen Sie alles zwischen 50 und 60 Minuten im Ofen. Mit der Stäbchenprobe prüfen Sie, ob der Kuchen durch ist.
  7. Lassen Sie ihn mindestens 2 Stunden auskühlen und servieren ihn anschließend Ihren Liebsten.

Zusammen mit einem Klacks Sahne und einer guten Tasse Tee oder Kaffee schmeckt dieser saftige Kürbiskuchen besonders gut. Übrigens: Wenn Sie ihn beim ersten Servieren nicht ganz schaffen, dann hält er sich am besten für ungefähr eine Woche im Kühlschrank.

Sie kriegen nicht genug von der orangen Beerenfrucht? Dann lassen Sie sich von unseren anderen Kürbiskuchen-Rezepten inspirieren!

Weiterführende Links:
www.hagengrote.de/…/kuerbis-warenkunde/
www.plantopedia.de/essbare-kuerbisse/
www.eatsmarter.de/…/kuerbis-gesund
www.apotheken-umschau.de/…/kuerbis-inhaltsstoffe-herkunft-und-zubereitung-712931.html
www.gentlysustainable.com/how-to-make-and-freeze-homemade-pumpkin-puree/
www.joyfoodsunshine.com/best-classic-pumpkin-pie/